Der Arbeitsmarkt ist laufend im Umbruch. Täglich werden zwar Stellen gestrichen, doch mehr Stellen entstehen. Wer mit über 50 arbeitslos wird, ist auf diesem Markt nicht chancenlos – vorausgesetzt, man kennt seine Kompetenzen und sucht entsprechend gezielt.

Standortbestimmung als Basis

Was bedeutet es für betroffene Personen arbeitslos zu werden?

Wer eine Stelle verliert, sollte sich vom ersten Schock erholen – und eine sorgfältige Standortbestimmung vornehmen. Dabei überlegt man sich, über welche Kompetenzen man verfügt und wo diese auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Viele Stellenlose sind sich ihrer verwertbaren Fähigkeiten gar nicht richtig bewusst. Man solle sich erst dann bewerben, wenn man genau weiß, was man kann, was man will und nach einer Analyse des potenziellen Arbeitsmarktes.

Dann erst kann man sich sinnvoll und erfolgreiche positionieren und präsentieren.

Schließlich kommt Bewerbung von Werbung. Personen über 50 brauchen in der Regel ein gutes halbes Jahr um eine neue Stelle zu finden.

Neue Regeln

Heute bewirbt man sich nicht mehr wie vor 30 Jahren. Es gibt neue Regeln, die – will man erfolgreich sein – beherzigt werden müssen.
Erfolgsversprechend für Arbeitssuchende über 50 ist ihr eigenes Networking. Durch jahrelange Erfahrung im Job kennen sie viele Leute, die sie ansprechen können – und lernen täglich auch weiter neue kennen. Mithilfe dieser Kontakte können sie aktiv auf Unternehmen zugehen, für sich werben und potenzielle Arbeitgeber überzeugen. Vorausgeseetzt, der Arbeitsssuchende kennt seine Fähigkeiten und weiß, was er will – und wie er sich präsentieren muss.

Schließlich suchen Arbeitgeber immer gute Mitarbeitende, Mitarbeitende die persönliche Werte mitbringen, die gebraucht werden.

Ein wichtiger Suchkanal sind auch Internet-Jobportale. In den Printmedien wird nur noch ein kleiner Bruchteil aller Stellen ausgeschrieben – Vakanzen oder neue Stellen werden vorwiegend im Internet auf Jobportalen oder auf der Webseite eines Unternehmens publiziert.
Experten vermuten, dass 80% der offenen Stelle in der Schweiz nicht ausgeschrieben, sondern über persönliche Kontakte (Hörensagen, Empfehlung) und elektronische Netzwerke besetzt werden. Über Personalvermittler oder Headhunter bekommen unter 10% der Stellensuchenden eine Stelle.
Eine 55-jährige Person hat ein anderes Kompetenz- und Neigungsprofil als eine 30-jährige Person. Die Älteren bieten ihre Erfahrung und Kompetenz an, die jüngeren eher ihr Potzenzial Wenn sich eine 55-jährige Person für eine Anfängerstelle bewirbt, bekommt sie diese nicht. Wenn sich eine 30-jährige Person auf eine Stelle bewirbt, die für eine erfahrene Person ausgeschrieben ist, kriegt sie auch eine Absage.
Jede Altersgruppe sollte daher im für sie passenden Segment am Stellenmarkt suchen!

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Quelle:
Auszüge aus outplacement.ch